Archiv für die Kategorie ‘Spirituosen’

(Be-)Sinnliche Weihnachten

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Es ist schon teilweise erheiternd, zu beobachten, wie hektisch zu Zeiten einer medial propagierten Krise (wie ungern ich dieses Wort schreibe) im Stile von Ameisenvölkern unsere Mitmenschen in den vergangenen Tagen exponential steigend durch die Straßen tigern, um der Materialschlacht “Weihnachten” gerecht zu werden. Nungut, spitzer Stift eingezogen - das Fest der Liebe naht und mahnt mich zu Mitgefühl. Und schließlich schenke ja auch ich gerne!

Haben Sie denn schon alles beisammen? Auch Tante Hildegard und Onkel Herbert nicht vergessen? Oder gehören auch Sie zu den Personen, die im letzten Moment noch auf der Suche nach DEM treffenden Geschenk sind? Geht mir nicht anders. Soll schließlich auch was besonderes sein. Wie wäre es denn mit einer edlen Spirituose?

raritas_diaboli2008Der Raritas Diaboli 2008 beispielsweise fällt in diese Kategorie “Ein Geschenk ist dann richtig gut, wenn man es am liebsten selbst behalten würde”. Es handelt sich hierbei um eine von auf 1747 limitierte Flaschen eines Blends von verschiedenen Whiskys und Whiskeys diversen Alters aus Schottland und Irland. Dahinter stecken ein Erdinger Importeur namens Irisch Lifestyle sowie ein Diplom-Chemiker und Spirituosenexperte, auf dessen Klingelschild Jürgen Deibel (ist diese Wortverwandtheit zufällig?) vermerkt ist. Diese haben zusammen unter fachkundiger Kenntnis und Aufsicht des Destillateurmeisters Hans Kemenater im Hause SLYRS an einer “teuflischen” Vermählung der von der britischen Insel herbeigeschafften Fässer getüftelt. Das Ergebnis ist ein wahrlich außergewöhnlicher Blend, erstens überrascht die Fassstärke in Höhe von 55,7 vol.% und zweitens ist das Produkt nicht wirklich einer bekannten Whisk(e)y-Gattung zuzuordnen. Der Nase begegnet der Raritas Diaboli mit einer fruchtigen Würze mit einer leichten Spur Zimt wenn nicht sogar Vanille (die könnte vom SLYRS Malt kommen). Am Gaumen zeigt er sich sehr lebendig aber bestimmt statt ”jugendlich leichtsinnig”. Er gleitet frisch und fröhlich durch Welten von Holz und Gewürzen und streut dabei hin und wieder etwas Süße ein, die im mittellangen Abgang recht deutlich wird.

Richtig besonders macht diesen Whisky (die Bezeichnung ließe den Schwerpunkt der geheimen Zusammenstellung auf Schottland vermuten, erheblich fundiertere Annahmen stellt Horst Lüning - Autor des Whisky-Blogs und Ehemann der Betreiberin des Whisky-Store) seine einmalige Abfüllung. Es wird zwar ein Raritas Diaboli 2009 geplant, dieser jedoch als völlig neue Komposition aufwarten. Also, noch husch husch in den nächsten Feinkost- oder Spirituosenladen und ein gutes Tröpfchen für die Lieben!

Mit diesen Worten wünsche ich all unseren Lesern, Gästen, Freunden und Kollegen ein besinnliches Weihnachtsfest!
In Liebe
René

Ingwer in der Flasche

Sonntag, 14. Dezember 2008

reisetbauer_ingwerElsbeere, Karotte und jetzt auch noch Ingwer - ein ambitionierter Obstbrenner aus Österreich macht’s möglich. Dem regelmäßigem Leser unseres Blogs wird an dieser Stelle auffallen, woher die hohe Informationsdichte zum Nachbarland rührt. Der Besuch des Destillateurs Hans Reisetbauer hat einen begeisterten Schreiber dieses Artikels hinterlassen.

Der Wiener Koch des Indochine 21 und Freund Wini Brugger hätte ihn zu dieser “Schnapsidee” (Anm. d. Autors) inspiriert, sagt Reisetbauer. “Für dieses Produkt wird frischester Ingwer verwendet. Eine Qualität, die wir hierzulande gar nicht kennen. Soeben geernteter Ingwer hat eine dünne fast durchsichtige Schale und keinerlei Fasern.” Der qualitätsfanatische Brenner lässt sich auf keine Kompromisse ein. Ich kann die Geschmacksprobe kaum erwarten!

Im schmucken Verkostungsraum angekommen, ist es dann soweit - das schlanke Fläschchen wird entkorkt… ein Aromenfeuerwerk! In der Nase unerwartet mild präsentiert das Destillat frische Noten, die an Zitronengrasbüsche erinnern. Unfassbar, mein Herz ist unruhig. Vorsichtig führe ich das zierliche Glas zum Mund - SPANNUNG - Irre! Der reine Wahnsinn! Ein glasklarer Ingwergeschmack stellt sich am Gaumen ein, den eine infusionierte Spirituose niemals hervorzubringen vermag. Trotz kräftiger Schärfe tritt der Alkohol nicht zu sehr in den Vordergrund. Der Brand ist frisch, feinwürzig trifft es glaube ich gut. Einfach fantastisch!

Fast zu schade (nicht nur wegen des hohen Preises) ist jegliche Anwendung außerhalb des puren Genusses. Doch eine Spur in einer schönen Bloody Mary kann nicht schaden. (die blutige Marie mit Karottenbrand wird uns ebenfalls empfohlen). Jedem, der diese außergewöhnliche Kreation einmal an einer Bar zu Gesicht bekommt, empfehle ich unbedingt zu probieren!

Der stylishe Verkostungsraum in der Destillerie Reisetbauer

Der stylishe Verkostungsraum in der Destillerie Reisetbauer

GSA-Jahrgangs-Gin

Freitag, 12. Dezember 2008

blue_gin_2007Wird in den vergangenen Wochen verstärkt über Spirituosen aus den GSA-Landen (sprich Deutschland, Schweiz und Österreich) berichtet, kommt ein Produkt meines Erachtens erheblich zu kurz. (Ausgenommen die Erwähnung von Dry Martini) Damit meine ich BLUE GIN, der in diesem Zusammenhang nicht mit gleichnamigen Produkten von Magellan oder auch “The London Gin” verwechselt werden darf. BLUE GIN stammt aus dem Hause Reisetbauer, einem der wenn nicht sogar dem namhaftesten österreichischen Obstbrenner, der sich auch mit Single Malt Whiskys einen Namen gemacht hat. Dieser Ruf kommt nicht von ungefähr. Das Temperament und vielmehr der hohe Qualitätsanspruch von Hans Reisetbauer ist auch in seinem Wacholderdestillat wiederzufinden. Aus 14 Ländern der Welt werden die knapp 30 Botanicals importiert, um sie in Alkohol mazerieren zu lassen. Durch dreifache Destillation entsteht ein sehr sauberer Brand, der mit granitgefiltertem Wasser auf 43% herabgesetzt wird. BLUE GIN ist ein Jahrgangsprodukt, in unserem Test kam die Abfüllung aus 2007 an den Gaumen.

Die Nase zeigt wie zu erwarten sehr frische Zitrusnoten mit feingliedrigen Würztönen. Auch geschmacklich stellt sich der BLUE GIN nicht eindimensional, sondern kombiniert Getreide und Frische mit einer kantigen Würze auf elegante Art. Bemerkenswert ist auch der lebendige lange Abgang des Gin. Ein fantastisches Produkt, das förmlich nach Fentimans schreit.

Weitere Infos zu GSA-Barkultur wie ein aktueller Beitrag zum Jahrgangs-Sloeberry Blue Gin aus dem Hause “The Bitter Truth” (der übrigens ebenfalls in Zusammenarbeit mit Reisetbauer entstand) sind auf http://www.foerderung-der-gsa-barkultur.com zu finden.

Etwas für den Gast

Freitag, 14. November 2008

Auf der im letzten Betrag erwähnten Messe stieß ich auf zwei sehr interessante Destillate aus der Kategorie Vodka. Bis dato bin ich kein erklärter Fan von Vodka, zugegebenermaßen weil das Wissen darüber zu gering ist. Kann sich aber gerne ändern.

Die Palette der formschönen OVAL-Karaffen

Die Palette der formschönen OVAL-Karaffen

Erster Schritt zu einer neuen Sichtweise war der Besuch am Stand vom schon von vielen Medien aufgegriffenen österreichischen OVAL. Der nach russischem Verfahren in Niederösterreich produzierte Weizen-Vodka wird nach geheimer Methode mit Osmose-Wasser “strukturiert”, was eine Filterung ersetzt und im Vergleich dazu jedoch alle Geschmacksstoffe im Endprodukt behält. Es handelt sich um ein ausgesprochen weiches Produkt mit intensiven Getreidenoten und einem Tick Süße. Erhältlich ist der OVAL in den Stärken 42%, 56% sowie auf 24 Volumenprozent herabgesetzt. Der Markenvertreter Stefan Koch schlug diesen als Basis für einen Cosmopolitan light vor - gute Idee.
Ebenfalls im Sortiment ist ein mit Vogelbeere aromatisierter Vodka ohne jegliche Zusätze wie Zucker. Geschmacklich trägt er eine schöne Frucht mit sich, man muss die polarisierende Beere allerdings mögen.

Die Schönheit der SNOWQUEEN

Die Schönheit der SNOWQUEEN

Ein zweites Date mit Vodka hatte ich am Promotionstand von SNOWQUEEN. Ehrlich gesagt, habe ich dieses Produkt anfangs mit dem neu auf dem deutschen Markt eingeführten SNOW GROUSE in Verbindung gebracht. Ähnliche Etikettenillustration und fast identische Milchglasflasche. Es handelt sich hierbei allerdings um einen Vodka aus Kasachstan, der aus Weizen gebrannt und 4-fach-filtriert wird. Von der Milde kann er nicht ganz dem Österreicher Paroli bieten, immernoch weist er aber ein sehr weiches Mundgefühl auf. Trotz des relativ geringen Alkoholgehalts von 40% trägt auch die Schneekönigin angenehm füllige Getreidenoten mit sich. Der Hersteller betont die hohe Qualität der Ausgangsstoffe, das verwendete Wasser kommt aus einer Quelle vom Fuße des Himalaya-Gebirges.

Beide Produkte haben mich überzeugt, zukünftig werde ich sicherlich die ein oder andere Liaison mit einem solchen Wässerchen eingehen…

PS: Herzlichen Dank nochmals an Friedrich Schweighofer für das Geschenk als Dank für die Fotos vom “ovalen” Messestand!

“Alles für den Gast”

Freitag, 14. November 2008

Dieser Beitrag trägt den Untertitel Von bartendernden Überfliegern und den Prostituierten der Industrie

In den vergangenen Tagen fand in Salzburg die alljährliche Gastronomiemesse mit dem vielversprechenden Namen Alles für den Gast statt. Wenn dieser Slogan auch Programm ist, dachte ich, verspricht die Veranstaltung ein Feuerwerk der Inspiration zu werden. Dachte ich…

Gut, dass die Messehallen über eine beträchtliche Höhe verfügen - ein Bartender an einem Spirituosenstand wäre sonst sicher mit dem Kopf durch die Decke abgehoben. Kollegen aus der Industrie, und nicht einmal direkte Wettbewerber derart zu dissen ist nicht sehr elegant! Bitte immer schön mit den Füßen am Boden bleiben, die Flüssigkeit macht es uns vor: auch sie kommt immer wieder an den tiefsten Punkt in Glas und Flasche zurück.
Ebenso verwunderlich verhielt sich ein Herr einige Stände weiter, der mehrmals betonte, er sei vom Fach, habe diesunddas gelernt und überhaupt. Habe ich alles nie in Frage gestellt. Sein Produkt sei übersuperduper Premium und deshalb im 12-Sterne-Hotel in XY gelistet. Von mir aus auch auf dem Mond.
Nächster Messestand - “Sie suchen einen Vertrieb in Ihrer Region? Aha, wieviel brauchen Sie denn? Achso. Ja wissen Sie, die Top-Location in der Haupstadt von … nimmt … ab…”

Mag sein, dass ich heut einen etwas sensiblen Tag erwischt hab, doch ob das Erfolgsrezepte sind? Wenn ich all unsere Gäste derart überfahren würde, wären sie sicher nicht so geduldig wie ich gerade, sondern würden ihren Aufenthalt schnell beenden. Interessieren euch, liebe Vertriebler, nun eventuelle Sichtweisen und Bedürfnisse eurer Kunden? Ist erstens euer Mittelsmann an der Bar nicht überzeugt, wird es der Gast vorm Tresen auch nicht werden. Zweitens könntet ihr durch uns das ein oder andere über eure Konsumenten erfahren, kleiner Tipp.
Das, so scheint mir, interessiert keine alte Sau! Uns interessieren echte Qualitätsargumente und keine Promotionaufsteller (und das bei einer Premiumst-Marke) oder Ähnliches. Diese Einstellung habe ich zwar auch vor Ort bereits kundgetan, wiederhole es an dieser Stelle, da ich das Gefühl nicht loswurde, auch diesbezüglich hat man sich erfolgreich dem Zuhören werweigert. Gut, ich habe verstanden, uns braucht ihr nicht. Schon gar nicht eine einzelne klitzekleine Bar. Schön, wir euch ja auch nicht, das beruht auf Gegenseitigkeit. Lieber fahren wir ausschließlich mit Produkten, hinter welchen wir auf irgendeine Art und Weise stehen.
Wir sind nicht eure Bordsteinschwalben.
Sucht euch die Leute, die euer Produkt verkörpern sollen, mit Bedacht aus! Und bitte, wenn ihr in unseren Laden kommt, speist uns nicht mit Blabla à la “bringe gleich morgen eine Flasche, nein Karton oder am besten gleich eine Palette vorbei” ab. Ein Vertreter, der ohne ein Produktmuster umherspaziert? Sorry Freunde, aber wenig glaubwürdig!

Punkt, durchatmen. Ist doch Inspiration genug  ;-)

What’s going on in bars on Ibiza?

Donnerstag, 02. Oktober 2008
Die vergangenen zwei Wochen verbrachte ich im benahe schon obligatorischen Saison-Abschluss-Urlaub auf Ibiza. Wie auf jeder Reise werfe ich selbstverständlich ein weitaufgerissenes Auge auf sämtliche gastronomischen Locations vorzugsweise Bars sowie auf lokale Spirituosen.
Selbstredend ist Ibiza nicht das Mekka klassischer Bars. Wenn ich es mir recht überlege, bieten die nahezu ausnahmslos musikbeschallten Objekte auch nicht die Freiheit, sich vollends sensorisch komplexen Drinks hinzugeben. Soll nicht heißen, man muss hier Bier trinken - im Gegenteil! Für Highballs stehen durchaus brauchbare Spirituosen bereit. Insbesonders bei Gin und Rum sind die Bars gut sortiert - die Gins sind für die zahlreichen Briten, das Zuckerrohrdestillat kommt wahrscheinlich durch enge Handelsverbindungen nach Südamerika. Auch in den Supermärkten ist ein erstaunliches Sortiment vorhanden.
Die Mischungen der Longdrinks sind kräftig, dagegen ist alles bei uns Kindergarten (Gonçalo würde sich freuen: “gerne viel davon / ist mir noch etwas zu hell”). Ins eisbefüllte Glas kommt über die Hälfte Sprit, der Filler reicht für 4 Runden. Unter 8 cl geht da nix! Es wird vielleicht nicht innovativ aber dennoch qualitativ gearbeitet. Das beginnt schon beim Eis. Da die Wasserqualität aus dem Hahn nicht erstklassig, wird das Trinkwasser vom Festland importiert. Gleichso die Eiswürfel, die sofort wieder in der Tiefkühlzelle verschwinden. Folglich verwendet jeder Laden doppelt gefrorenes Eis in Volleiswürfelqualität.
Drinks die beinahe überall angeboten werden sind die gute alte Caipirinha sowie der Mojito. Die Temperaturen passen wundervoll zu der ein oder anderen

Caipi - sind sie doch alle recht gut gemacht. Taucht vereinzelt der mir unangenehme braune Demerara-Zucker auf, stellte sich heraus, dass die Cachaça der Marke Ypióca de facto Standard ist. Ein wunderbares Exemplar bekam ich sogar mit “shaved ice” serviert!

 

Hierbas Ibicencas von Can Rich

Hierbas Ibicencas von Can Rich

Wäre da dann noch die ibizenkische Traditionsspirituose Hierbas, was soviel wie Kräuter bedeutet. Dahinter verbirgt sich ein meist halbtrockener Kräuterlikör aus einheimischen Produkten wie Zitrusfrüchten, Rosmarin oder auch Fenchel. Diese Aromageber lässt man in einem Grundalkohol, welcher bereits eine kräftige Anisnote aufweisen muss, mazerieren. Der wohl auch in unseren Breitengraden bekannteste Hersteller dürfte die Destillerie Marí Mayans, die im übrigen auch einen hervorragenden Absinth abliefern, sein. Diese Jahr habe ich dieses Jahr einen weiteren hervorragenden Produzenten ausfindig gemacht. Can Rich stellt ebenfalls einen schön runden Hierbas her, der zudem in einer edlen Ausstattung daherkommt - darauf zum Wohle!

 

Historisches zu Gin

Freitag, 20. Juni 2008

Nachtrag zum Flüssigen Geschmackslabor No.1

Gin leitet sich vom holländischen “Genever” ab, als dessen Erfinder der niederländische Professor franciscussylvius (de la bol) de bove genannt wird. Als Erfinder des “botanische” aromatisierten Alkohols setzte er dem ersten Durchlauf eines Korndestillats Wacholderbeern zu und destillierte das ganze nochmals.

Ursprünglich war sein “Genever” als Medizin für Westindien-Reisende nur in Apotheken erhältlich. Die erste Begegnung Englands mit dem Genever ereignete sich auf den holländischen Schlachtfeldern, wo ihn die englischen Soldaten als Heilmittel kennen lernten. Als 1689 Willhelm der 3te von Oranien englischer König wurde, brachte er den Genever seinen Untertanen mit und erlaubte ihnen diesen auch zu brennen, da er andererseits die Einfuhr ausländischer Erzeugnisse mit mit hohen Zöllen und Steuern belegte. Allmählich wurde aus “Genever”, da die Engländer das Wort nur schwer aussprechen konnten, der “Gin”.

Zu Beginn des 18. Jhdt erlebte der Gin einen enormen Aufschwung. 1729 wurden bereits 25 Mio. Liter Gin getrunken, er sollte v. a. über Arbeitslosigkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit hinwegtäuschen. Zu jener Zeit war, der Geschichte nach, jedes 4. Haus in London eine Schnapskneipe.

Die schlechte Qualität (v. a. aufgrund seiner Ausgangsstoffe) des Gins, auch die “Mutter des Ruin” genannt, führte oftmals zu Siechtum und sogar zum Tod. Dies veranlasste die damalige Regierung 1743 zur Verabschiedung eines Gesetzes, welches 1751 in Kraft trat. Die Alkoholsteuer auf englische Produkte wurde erhöht und auch der Handel mit Gin unterstand strenger Kontrolle, was einerseits zum Ruin der meisten “Hinterhof-Destillerien” führte und andererseits die Qualität des Gins erheblich verbesserte. Aber erst 1830, als Aeneas Coffey den kontinuierlichen Destillerieapparat erfand, mit dem man einen klaren und sauberen Alkohol herstellen konnte, war man in der Lage, einen reinen Gin, wie man ihn heute kennt, herzustellen.

Euer Peter / Loup

Public Viewing einmal anders

Montag, 16. Juni 2008
LAPHROAIG Online-Tasting

LAPHROAIG Online-Tasting

Die Schottische Whisky-Destillerie LAPHROAIG (gesprochen: “La-froig” - hier anhören) überträgt am Mittwoch, 18. Juni über das Internet ein Live-Tasting ihrer Islay Malts. In einer 45-minütigen Veranstaltung werden Laphroaigs Master Blender Robert Hicks sowie der Single Malt-Experte Martine Nouet 5 verschiedene Abfüllungen vom 10 Years Old bis zum 30 Years Old verkosten.

Die Brennerei Laphroaig liegt im Westen Schottlands auf der Insel Islay und produziert charaktervolle Single Malts mit typisch rauchig, torfigem Körper.

Interessierte können sich unter www.laphroaig.com das Tasting-Formular downloaden und ab 21 Uhr MET ihre Home-Bar aktivieren und per E-Mail-Formular Fragen stellen.

Wir finden dieses Online-Tasting eine innovative Idee und werden deshalb, da zur Zeit dank der UEFA Fernsehübertragungen in der Gastronomie eine bedeutende Rolle spielen, den Event im CAFE SOL zeigen. Nicht-Anwesende erreichen den Broadcast über folgenden Link: http://www.laphroaig.com/live/index.asp

Neue Spirituosen aus Tunesien

Donnerstag, 03. April 2008


Vergangene Woche verbrachte ich im nordafrikanischen Tunesien mit der Suche nach unbekannten Destillaten (ausschließlich wohlgemerkt, trotz verlockender Temperaturen war dies eine reine Dienstreise :-)).
Sei es drum, unser Barstock ist nun ergänzt um drei interessante Fläschchen: THIBARINE ist ein 40%iger Kräuter-Dattellikör, BOUKHA ein Feigenbrand, CEDRATINE ein traditioneller Likör aus Karthago.

Neue Spirituosen

Mittwoch, 19. März 2008

Es ist soweit - seit heute ziert das grüne Elixier unseren Bar-Stock. Frisch eingetroffen werden wir am heutigen Abend mit “Chartreuse Verte” unseren ersten B & A Special mischen.

Ebenfalls neu in unserem Sortiment ist ein eigens angesetzter Vanilla-infused Rum. In 3jährigen Havana Club eingelegt, hat die Vanilleschote nun ihren Dienst getan und sowohl eine schöne Farbe geschenkt als auch ein herrlich mildes Aroma abgegeben. Der in einem Zwischentest gemixte Vanilla Daiquiri hat unsere Gaumen bereits völlig überzeugt.